26.06.2013

Rheinische Post Mediengruppe verkauft Aktivitäten in der Tschechischen Republik

Die Rheinische Post Mediengruppe verkauft ihre sämtlichen Aktivitäten in der Tschechischen Republik. Ein Vertrag über den Verkauf von 100 Prozent der Anteile an Mafra, a.s. sowie aller tschechischen Tochtergesellschaften wurde heute mit der Agrofert-Gruppe unterzeichnet. Agrofert ist das viertgrößte tschechische Unternehmen.

Dr. Karl Hans Arnold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe: „Unsere Gruppe hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eines der führenden und sehr respektierten Medienunternehmen in der Tschechischen Republik aufgebaut. Obwohl wir an eine positive Weiterentwicklung der Geschäfte in Tschechien glauben, haben wir uns aus übergeordneten strategischen Überlegungen zu diesem Verkauf entschlossen. Er ermöglicht es uns, die Wachstumsmöglichkeiten unserer Gruppe, insbesondere im Digitalgeschäft und in anderen Wachstumsmärkten, noch konsequenter zu nutzen.“

Johannes Werle, Geschäftsführer der Rheinische Post Mediengruppe und Vorstandsvorsitzender der Mafra, a.s.: „Mafra ist für die Zukunft in einem sich wandelnden Medienmarkt sehr gut aufgestellt. Die Zeitungen gehören zu den stabilsten im Land, und im Internet verfügt die Gruppe bereits über eine exzellente Marktposition, die in den vergangenen 12 Monaten auch durch Akquisitionen erfolgreich ausgebaut werden konnte. Außerdem sind die Qualität und Motivation unserer Mitarbeiter und Führungskräfte ein Aktivposten, der mich sehr zuversichtlich für die Zukunft stimmt.“

Die Mafra-Gruppe ist eine der führenden Mediengruppen in der Tschechischen Republik. Mit ihren Titeln Mladá Fronta DNES und Lidové Noviny ist sie Marktführerin bei den seriösen Tageszeitungen. Mit der Gratiszeitung Metro gibt sie die auflagenstärkste Zeitung des Landes heraus. Darüber hinaus betreibt Mafra mit iDnes.cz das reichweitenstärkste Nachrichtenportal des Landes, zahlreiche weitere Internetaktivitäten sowie den Fernsehsender TV Očko. Inklusive der Druckereien in Prag und Olmütz beschäftigt das Unternehmen über 1.100 Mitarbeiter.

Der Verkauf steht unter dem Zustimmungsvorbehalt der Kartellbehörden. Käufer und Verkäufer haben vereinbart, keine weiteren Informationen zu den Details dieser Transaktion zu geben.