Die Geschichte der Rheinische Post Mediengruppe
1946 erhielt die Rheinische Post als eine der ersten Zeitungen nach dem 2. Weltkrieg ihre Lizenz. Seitdem hat sie sich deutlich weiterentwickelt: Aus einem Zeitungsverlag ist ein international tätiges Medienunternehmen geworden. Die Rheinische Post Mediengruppe gibt heute zahlreiche gedruckte und digitale Medien heraus, bietet Dienstleistungen an und baut ihr Engagement stetig weiter aus.
Ereignisse von 1946 bis 2013 auf einen Blick
| 1946 |
Die erste Ausgabe der Rheinischen Post erscheintAls eine der ersten Zeitungen in der britischen Zone erhält die Rheinische Post nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Lizenz. Gründer der neuen, christlich orientierten Zeitung sind der erfahrene Publizist und Zeitungsverleger Dr. Anton Betz, der damalige Düsseldorfer Oberbürgermeister und spätere NRW-Ministerpräsident Karl Arnold und der angesehene Jurist und engagierte evangelische Christ Dr. Erich Wenderoth. Im Sitzungssaal der Düsseldorfer Stadtvertretung erhält Dr. Anton Betz die Lizenz für die Zeitung, die zunächst nur zweimal wöchentlich erscheinen konnte. Es gibt Bestellungen für eine Million Exemplare, doch das Papier ist knapp. Die Auflage der Zeitung liegt deshalb bei 235.000 Exemplaren, ein Exemplar kostet 20 Pfennig. Die Schlagzeilen lauten: „Äußerste Anstrengungen zur Versorgung Deutschlands“ und „Kürzung der Lebensmittelrationen“. Karl Arnold sagt: „Wir stehen an einem neuen Anfang und diese Zeitung ist in jedem Betracht ein Abbild der Stunde, ein Bild der Kargheit und des bescheidenen Beginns.“ |
| 1949 |
Die Zeitung erscheint sechs Mal pro WocheNach der Währungsreform fallen die Auflagenbeschränkungen für die Zeitung. Es steht endlich so viel Papier zur Verfügung, dass die Rheinische Post sechs Mal pro Woche erscheinen kann. Bau des ersten eigenen Verlagshauses an der Schadowstraße 11 in Düsseldorf. |
| 1956 |
Neues VerlagshausAn der Blumenstraße 14-16 entsteht das neue Verlagshaus. |
| 1970 |
Zusammenschluss mit der Familie Droste: Die erste eigene DruckereiDurch den Zusammenschluss mit dem Droste-Verlag, der seit 1946 den größten Teil der Zeitungsauflage im Druckhaus in der Düsseldorfer Innenstadt herstellt, erhält die Rheinische Post Mediengruppe ihre eigene Druckerei. Die Familie Droste wird Mitgesellschafterin des Verlages der Rheinische Post Mediengruppe. |
| 1971 |
Gründung der Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen PostDie Mediengruppe gründet die Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V. zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung, die den Namen des Gründungsverlegers Anton Betz trägt, unterstützt neben vielen Institutionen und Projekten im Verbreitungsgebiet der Rheinischen Post insbesondere die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. |
| 1972 |
Bau des Druckzentrums in Düsseldorf-HeerdtDas Druckhaus am Martin-Luther-Platz in der Düsseldorfer Innenstadt wird zu klein. Die Mediengruppe errichtet im Linksrheinischen in verkehrsgünstiger Lage an der A 52 das neue Druckzentrum Düsseldorf. |
| 1975 |
Gründung der Anzeigen-Cooperation NordrheinDie Anzeigen-Cooperation Nordrhein (ACN) entsteht. Zehn führende Tageszeitungen, darunter die Rheinische Post, bündeln Serviceleistungen für Anzeigenkunden: Mit einem Auftrag erscheint eine Anzeige in optimaler Platzierung in allen zehn Titeln. Bei der Gründung des neuen Fernsehmagazins zur Zeitung, Prisma, ist die Rheinische Post maßgeblich beteiligt. |
| 1976 |
Kooperation mit dem Verlagshaus W. Girardet1976 gründen die Rheinische Post und das Verlagshaus W. Girardet ihre ersten Kooperationsgesellschaften in den Bereichen Druck und Vertrieb. Später folgen die Bereiche IT, Verwaltungsdienstleistungen und Anzeigenblätter. |
| 1981 |
Ein neues Zuhause für die RedaktionDas RP-Haus im Druckzentrum Düsseldorf wird gebaut. Hier bekommen die Zentralredaktion der Rheinischen Post und der Bereich Anzeigen ihr neues Zuhause. Der Umzug aus der Innenstadt in den modernen Bürobau in Düsseldorf-Heerdt geht einher mit der Einführung neuer Datentechnik. |
| 1982 |
Erwerb erster nationaler Anzeigenblatt-TitelDie Rheinische Post Mediengruppe kauft 1982 ihre ersten Anzeigenblatt-Titel in Deutschland. Heute gehören sieben Anzeigenblattverlage zur Mediengruppe: Die Panorama Anzeigenblatt GmbH (Düsseldorf), die Kurier Verlag GmbH (Neuss), die Niederrhein Verlag und Medienservice GmbH (Duisburg), die Wuppertaler Rundschau, der Wochenspiegel (Saarland), Die Woch (Saarland) und Lausitz am Sonntag. |
| 1990 |
Erste Beteiligung an lokalen RadiosendernDie Mediengruppe engagiert sich im lokalen Rundfunk mit Beteiligungen an den Betriebsgesellschaften von Sendern wie Antenne Düsseldorf, Radio Neandertal und Radio 90.1 in Mönchengladbach. Heute ist die Mediengruppe aktiver Gesellschafter bei acht Sendern und an insgesamt 19 Hörfunksendern beteiligt. Zusammen erreichen sie täglich rund 1,7 Millionen Hörer. |
| 1992 |
Bezug des VerlagshausesDas neue 14-stöckige Verlagshochhaus am RP-Haus im Druckzentrum Düsseldorf an der A 52 zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf wird fertig gestellt. Die alten Gebäude in der Innenstadt werden abgerissen. Nur die denkmalgeschützte Fassade des alten Pressehauses am Martin-Luther-Platz bleibt stehen. Hier entsteht später die Einkaufsgalerie Schadow Arkaden, in der heute auch die Düsseldorfer Lokalredaktion ihren Sitz hat. |
| 1994 |
Start des Engagements im Ausland: Tschechische RepublikDie Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bringen für das Unternehmen einen neuen Schub. Weil deutsche Zeitungshäuser zu Beginn der neunziger Jahre kaum Expansionsmöglichkeiten in der Bundesrepublik haben, wählt die Mediengruppe Osteuropa als Investitionsschwerpunkt. Zahlreiche Zeitungshäuser dort brauchen starke Partner, um überleben zu können. Die Rheinische Post Mediengruppe übernimmt die Verlagsgruppe Mafra, zu der mit Mlada Fronta Dnes und Lidové Noviny zwei der bedeutendsten Zeitungen des Landes gehören, und baut sie in den folgenden Jahren - nach Beteiligungen an weiteren Zeitungs-, Radio-, TV- und Vertriebsunternehmen - zum führenden Medienunternehmen aus. Das Internetportal iDNES wird zum größten Nachrichtenportal der Tschechischen Republik. Engagement im Immobiliengeschäft: Schadow Arkaden und Haus EdelweissDie Rheinische Post Mediengruppe baut ein Einkaufszentrum in der Innenstadt: die Schadow Arkaden. Sie vermietet die Geschäftsräume mit 12.500 Quadratmetern Bürofläche, 15.700 Quadratmetern für den Einzelhandel und 1.300 Quadratmetern für die Gastronomie. Außerdem zieht die Düsseldorfer Lokalredaktion dort ein. Zwei Jahre später erweitert die Mediengruppe ihr Engagement im Immobiliengeschäft und eröffnet die Appartementanlage „Haus Edelweiss“ in Oberstdorf. Gründung der Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbHDie Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH (RBVG) fungiert als neue Holding des Unternehmens. |
| 1996 |
Die Rheinische Post geht onlineDie Rheinische Post geht als erste Tageszeitung in Nordrhein-Westfalen ins Internet. RP Online begrüßt seine Leser auf der Website mit: „Hallo Welt, wir sind da!“ Das Portal entwickelt sich zu einem der reichweitenstärksten Nachrichtenportale deutscher Regionalzeitungen. Beteiligung an der Aachener Nachrichten VerlagsgesellschaftSeit 1996 gehört die Aachener Nachrichten Verlagsgesellschaft GmbH & Co. KG (ANV) zu 100 Prozent zur Mediengruppe. Über die ANV ist die Mediengruppe zu 25 Prozent am Zeitungsverlag Aachen (ZVA) beteiligt. Dieser gibt die Aachener Nachrichten und weitere Zeitungstitel in der Stadt Aachen und im Umland heraus. |
| 1997 |
Auszeichnung: Öko-Audit-ZertifikatAls erstes deutsches Medienunternehmen bekommt die Rheinische Post Mediengruppe das Öko-Audit-Zertifikat für ihren umweltbewussten Betrieb verliehen. |
| 1999 |
Beteiligung an polnischen RegionalzeitungenIn Polen beteiligt sich die Rheinische Post Mediengruppe am Zeitungstitel Express Bydgoski, ein Jahr später folgt Nowosci Toruń. Die Zeitungen sind in den Großstädten Bydgoszcz und Toruń jeweils Marktführer, die Druckerei wird zur größten Nordpolens ausgebaut. Nachrichtenportale, Anzeigenblätter und ein eigenes Abo-Zustellnetz vervollständigen die Aktivitäten. |
| 2001 |
Modernisierung der DruckanlagenDer Verlag bündelt alle nationalen Druckaktivitäten im Druckzentrum Düsseldorf. Das Düsseldorfer Druckhaus sowie die Druckereien in der Tschechischen Republik und in Polen werden modernisiert und erweitert. |
| 2005 |
Beginn der Beteiligung an niederländischen AnzeigenblätternDie Mediengruppe erwirbt Anteile an der Nederlandse Weekbladen Groep (NWG), die Anzeigenblätter in der Region Brabant herausgibt. Seit 2009 hält die Mediengruppe 100 Prozent an der NWG und gründete gemeinsam mit der belgischen Concentra-Gruppe zu jeweils 50 Prozent die AenC Media BV. Dies gibt heute mehr als 60 Titel mit einer Gesamtauflage von 1,9 Millionen Exemplaren in Limburg, Nord-Brabant und Südholland heraus. Zusammenarbeit: Zeitung machen am NewsdeskAls einer der ersten Verlage in Deutschland führt die Rheinische Post Mediengruppe den Newsdesk ein, an dem die Redakteure aus den einzelnen Ressorts gemeinsam die Zeitung planen und gestalten. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein zweiter Nachrichtentisch, über den sich Print- und Online-Redakteure direkt austauschen können. |
| 2006 |
Start für die lokalen FernsehsenderDie Rheinische Post Mediengruppe beginnt ihr Engagement auf dem lokalen Fernsehmarkt mit center.tv in Düsseldorf. Später beteiligt sie sich auch an den regionalen Sendern CityVision in Mönchengladbach und Studio 47 in Duisburg Anzeigenportal im Netz: kalaydo.deMit kalaydo.de geht ein Internetportal online, das die Online-Anzeigenseiten der Rheinischen Post Mediengruppe und zehn weiterer Zeitungen zusammenführt. |
| 2008 |
Engagement im Sektor FachmedienDie Rheinische Post Mediengruppe startet ihr Engagement im Bereich Fachmedien und erwirbt Anteile an der DVV Media Group. Das Hamburger Unternehmen gibt Zeitschriften zu den Themen Transport und Logistik heraus. Gründung des IT-Dienstleisters circ IT2008 startet die circ IT als Gemeinschaftsunternehmen der Rheinische Post Mediengruppe und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG. Es ist einer der größten IT-Dienstleister für Verlage in Deutschland, der Unternehmen der Medienbranche in technologischen und administrativen Fragen aus einer Hand bedient. |
| 2009 |
Partnerschaft: Übernahme der Neuß-Grevenbroicher ZeitungDie Mediengruppe erwirbt alle Anteile an der Neuß-Grevenbroicher Zeitung. Damit wird eine in 50 Jahren gewachsene Partnerschaft auf eine neue Basis gestellt. Engagement in der SlowakeiDas Unternehmen beteiligt sich an Petit Press, dem zweitgrößten Verlagshaus in der Slowakei. Es gibt die größte nationale Qualitätszeitung „SME“, zwei regionale Tageszeitungen und verschiedene regionale Wochenzeitungen heraus. Die beiden Druckstandorte befinden sich in Bratislava und Kosice. Auch mit seinem Internetauftritt smk.sk nimmt Petit Press in der Slowakei eine führende Position ein. |
| 2010 |
Neue Druckmaschine in DüsseldorfDie Mediengruppe modernisiert nochmals die Drucktechnik. Für 40 Millionen Euro wird ein neues Druckhaus mit modernsten Rotationsanlagen errichtet. Mit wasserloser Technik sorgt die „Cortina“ für besondere Brillianz. Sie druckt mehr als 40.000 Zeitungsexemplare pro Stunde. Insgesamt laufen im Druckzentrum in Düsseldorf jährlich 7,6 Milliarden Zeitungsseiten zusammen. Neben der Zeitung können auch andere Produkte wie Magazine in hoher Qualität und in neuen Formaten gedruckt werden. Erwerb der Wuppertaler Rundschau2010 erwirbt die Mediengruppe den Anzeigenblatt-Verlag der Wuppertaler Rundschau und alle Anteile der Rheinisch-Bergischen Druckerei am Standort Wuppertal. Zu dem Verlag gehört auch der Radiosender Radio Wuppertal, die Mediengruppe übernimmt zudem Logistik und Verwaltung. |
| 2011 |
Die Zeitung für das iPad: RP PlusAls siebte wöchentliche Ausgabe bringt die Rheinische Post Mediengruppe eine digitale Sonntagszeitung heraus. Für die iPad-App „RP Plus“ erstellt die Redaktion spezielle Inhalte: Nachrichten und Servicetexte, Grafiken, 360-Grad-Fotografien und Bilderstrecken. |
| 2012 |
Die neue Dachmarke: Die Rheinische Post MediengruppeDas Dach „Rheinische Post Mediengruppe“ bündelt Unternehmen und Fachbereiche aus den Geschäftsfeldern Print, Digitale Medien, Radio und TV, Druck, Logistik, Immobilien und Marktforschung. Der Zeitungsverlag hat sich zu einer breit aufgestellten Mediengruppe entwickelt, das eine Vielzahl führender Print- und Onlinemedien herausgibt, verschiedene Dienstleistungen anbietet und sich international engagiert. Im In- und Ausland beschäftigt die Mediengruppe rund 7000 Mitarbeiter. Rheinische Post Mediengruppe und Saarbrücker Zeitungsgruppe wachsen gemeinsamDie Rheinische Post Mediengruppe erwirbt von der Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH (GSB) die Mehrheitsbeteiligung an der Saarbrücker Zeitungsgruppe. Dazu gehören neben der Saarbrücker Zeitung auch die Titel Trierischer Volksfreund, Pfälzischer Merkur in Zweibrücken und Lausitzer Rundschau in Cottbus sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der Saarländischen Wochenblatt Verlagsgesellschaft. Auch auf den digitalen Geschäftsfeldern hat die Gruppe umfangreiche Aktivitäten. Von besonderer Bedeutung ist auch das wachstumsstarke, in Luxemburg ansässige Tochterunternehmen Euroscript, ein international führender Übersetzungs- und Dokumentationsdienstleister. Durch den Zusammenschluss entsteht mit einem Gesamtumsatz von rund 800 Millionen Euro eines der größten regionalen Medienhäuser in Deutschland. Mit starken regionalen Marken wird die Gruppe ihr Print- und Digitalgeschäft kontinuierlich ausbauen. Zugleich eröffnen sich Wachstumsperspektiven in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern, national und international. |
| 2013 |
Beteiligung an der ProServ-Medien GmbHDie Rheinische Post Mediengruppe stärkt ihre Präsenz im deutschen Online-Rubrikenmarkt deutlich und übernimmt 50 Prozent der Anteile an der ProServ-Medien Service GmbH. ProServ ist vor allem am führenden Online-Anzeigennetzwerk markt.gruppe beteiligt. Zum Portfolio der markt.gruppe gehören insbesondere immowelt.de, eines der größten deutschen Immobilien-Portale, sowie die Portale stellenanzeigen.de (Arbeitsmarkt/Stellenportal), motoso.de (Kfz) und markt.de (Kleinanzeigen). |