Westfälische Medien Holding wird Teil der Rheinische Post Mediengruppe

    Die Rheinische Post Mediengruppe GmbH (RPM) und die Aktionäre der Westfälische Medien Holding AG (WMH) haben eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Aktien durch die RPM geschlossen.

    Die Rheinische Post Mediengruppe wird damit im wichtigen Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen ihre Marktposition im Kerngeschäftsfeld Regionale Medien signifikant ausbauen und zu der auflagenstärksten Tageszeitungs- Verlagsgruppe in NRW aufsteigen. Vor allem im Digitalbereich bietet der neue, größere Verbund zusätzliche Wachstumspotenziale für alle WMH-Titel. Gleichzeitig stärkt die Mediengruppe durch den Erwerb ihr publizistisches Verständnis als „Stimme des Westens“.

    Der Kauf bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Über Details der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

    Die Westfälische Medien Holding AG ist als Herausgeberin der Westfälischen Nachrichten, der Münsterschen Zeitung, des Westfalen-Blatts und des Westfälischen Volksblatts sowie der Allgemeinen Zeitung Coesfeld der führende Anbieter von Qualitätsjournalismus in der Stadt Münster, in Westfalen und in weiten Teilen von Ostwestfalen. Außerdem verfügt sie über erfolgreiche digitale Content- und Rubriken-Angebote, eine moderne und leistungsfähige Druckerei, Logistik- und Service-Angebote sowie über Lokalradioaktivitäten im gesamten Münsterland.

    „Die Trennung vom traditionsreichen Zeitungsgeschäft ist uns nicht leichtgefallen. Die mittelständische Struktur unserer Gruppe lässt aber aus Sicht der Gesellschafter eine Skalierung der Lokal- und Regional-Zeitungs-Aktivitäten der WMH mit vertretbarem Risiko nicht mehr zu. Die WMH setzt deshalb für ihre Zeitungs-, Radio- und Druck-Aktivitäten auf die Kraft eines größeren Verbundes. Wir sind davon überzeugt, mit der Rheinische Post Mediengruppe ein großes Familienunternehmen als Partner gefunden zu haben, das die WMH in unserem Sinne gut weiterführen und entwickeln wird. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Leserinnen und Lesern sowie den Kunden und Geschäftspartnern der WMH sehr herzlich für ihre langjährige Verbundenheit und Treue“, erklären die Verleger Dr. Benedikt Hüffer und Dr. Eduard Hüffer als bisherige Geschäftsführende Gesellschafter. Und sie betonen: „Das digitale Venture Capital-Geschäft innerhalb der „Aschendorff Next“, der Buchverlag Aschendorff und unsere Immobilienaktivitäten sind nicht Teil dieser Transaktion und werden in geeigneter und traditionswahrender Weise fortgeführt.“

    „Die Westfälische Medien Holding verfügt mit ihren traditionsreichen Titeln über hervorragend in ihren jeweiligen Märkten etablierte, regionale Medienmarken im Münsterland und in Ostwestfalen. Mit dieser Investition in wirtschaftlich starken Regionen unseres Heimatmarktes NRW bekennen sich alle Gesellschafter und die Geschäftsführung unserer Gruppe klar zum Potenzial von regionalem Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter“, betont Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe. „Alle hinzukommenden Titel und Angebote werden auch nach dem Wechsel zur Rheinische Post Mediengruppe ihre starke lokale Verankerung beibehalten. Zusätzlich werden die WMH-Aktivitäten von den Digital-Investitionen und der digitalen Reichweite der Mediengruppe-Angebote sowie von der Finanzkraft der neuen Muttergesellschaft profitieren. Das bringt Vorteile für alle Kunden und Geschäftspartner. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit den Vorständen Dennis Hagen und Marc Zahlmann sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WMH-Gruppe die Zukunft des regionalen Mediengeschäftes in NRW zu gestalten.“